Studie zur emissionsfreien Stahlerzeugung veröffentlicht

Datum: 30.03.2022

Die DWV-Fachkommission HySteel hat eine Studie zu den Herausforderungen, Chancen und Lösungsansätzen für grünen Stahl in Deutschland bis 2045 veröffentlicht. Autor der Studie ist die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST).
Die Studie umfasst eine Metaanalyse der verschiedenen Technologiepfade anhand techno-ökonomischer Parameter der Versorgung mit grünem Wasserstoff. Die Chancen und Risiken für die Stahlindustrie werden zusammengestellt und die relevanten Pfade bezüglich der technischen Reife, Wirtschaftlichkeit, Beitrag zum Klimaschutz und der industriepolitischen Bedeutung eingeordnet.

Die wesentlichen Fragestellungen sind: Welche Optionen gibt es für die Stahlindustrie, um zukünftig emissionsfrei zu produzieren? Woher soll der grüne Wasserstoff für die Stahlerzeugung kommen? Wie und wo soll die Stahlerzeugung erfolgen?

Grüner Wasserstoff ist essenziell für die emissionsfreie Stahlerzeugung. Er ist die nachhaltige und robuste Basis für grünen Stahl in der Zukunft“ sagt Jan Michalski von LBST.

Es sind tiefgreifende Veränderungen in der Primärstahlerzeugung abzusehen, die mit hohen Transformationskosten und einem großen Bedarf an Wasserstoff einhergehen. Bis 2030 müssen ca. 10 Mrd. € an Investitionen getätigt werden. Dabei kann bei einem ambitionierten Ausbau der DRI-Kapazitäten bereits kurz- und mittelfristig eine signifikante Minderung der THG-Emissionen erreicht werden. Gleichzeitig ergeben sich günstige CO2-Vermeidungskosten von unter 50€/tCO2.

Auch die Hemmnisse und wesentliche Handlungsempfehlungen werden in der Studie ausgewiesen. Grüner Stahl ist kein Selbstläufer – die Weichenstellung muss jetzt erfolgen und das „window of opportunity“ muss politisch unterstützt werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Wasserstoff-Infrastruktur spielt eine wesentliche Rolle. Die Politik muss entsprechende Investitionsanreize und Planungssicherheit für die deutsche Stahlindustrie schaffen.

Die Gesamtstudie finden Sie hier.

Am 11. März 2026 fand die 30. Ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV) e.V. in der Vertretung des Landes Schleswig-Holstein...
Einordnung aus Sicht der Wasserstoffwirtschaft Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro...
Am Dienstag, den 27. Januar, haben der Deutscher Wasserstoff-Verband (DWV) und France Hydrogène im Rahmen der Hyvolution Paris ein Memorandum...
Im Interview mit energate ordnet Dr. Bernd Pitschak den aktuellen Stand des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland aus Sicht des DWV ein. Er macht deutlich, dass...
Der Parlamentarische Abend des Deutschen Wasserstoff-Verbands fand am 26. November 2025 in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in...
Die Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität auf Basis von Wasserstofftechnologien erfordert enge Kooperation zwischen technischer Expertise und politischer Interessenvertretung. Der Deutsche...
Der Deutsche Wasserstoff-Verband fordert in einem offenen Brief entschlossenes politisches Handeln zur Sicherung der technologischen Führungsrolle und industriellen Wertschöpfung durch...
Ein Atlas der besonderen Art ist heute online zur freien Verfügung gestellt worden: Ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbänden...
Die Energiewende steht und fällt mit der Zuverlässigkeit unserer Infrastruktur. Wasserstoff spielt dabei eine zentrale Rolle als Bindeglied zwischen erneuerbarer...
Der Parlamentarische Abend des Deutschen Wasserstoff-Verbands fand am 11. September 2024 in Berlin statt. Über 200 Personen aus der Wasserstoff-Wirtschaft...
Weitere News laden
Weitere Kategorien

Pressekontakt

Kommunikation und Presse+49 30 629 29 485 / +49 173 667 4870news@dwv-info.de