DWV-Stellungnahme zum Clean Industrial Deal State Aid Framework (CISAF)

Datum: 02.05.2025

Im Folgenden sind einige Stichpunkte zur besseren Einordnung aufgeführt:

 

Elektrifizierung von RFNBO (z. B. grüner Wasserstoff) 

  • Der Ausschluss aus dem CISAF ist problematisch:
  • Stromerzeugung aus RFNBOs (z. B. H₂ via Brennstoffzellen) ist wesentlich für Netzstabilität und die Integration fluktuierender erneuerbarer Energien.
  • RFNBOs bieten wertvolle Speicherfunktion und Flexibilität durch Umwandlung in Strom bei Bedarf.

 

Brennstoffzellen & LCH (Low-Carbon Hydrogen) 

  • Elektrolytisch erzeugter LCH sollte beihilfefähig sein:
  • Aktuell nicht durch CISAF abgedeckt.
  • Beihilfen nötig für Flexibilität und Kostensenkung bei Markteinführung.
  • Förderung auch bei Mischproduktion wichtig:
  • Wasserstoffanlagen sollten nicht ausschließlich RFNBOs produzieren müssen.
  • Förderung des anteiligen RFNBO-Anteils ist sinnvoll und sollte möglich bleiben.

 

Ausnahmen bei Umsetzungsfristen (36 Monate) 

  • Ausnahme notwendig für komplexe Projekte:
  • Offshore-Wind, Wasserkraft und RFNBOs sollten explizit von der Frist ausgenommen werden.
  • 36 Monate für Projekte mit Elektrolyseuren (z. B. bei industrieller Dekarbonisierung) sind unrealistisch, da allein Komponentenlieferungen über ein Jahr dauern können.

 

Beihilfen für industrielle Dekarbonisierung 

 

  • Anhebung der Beihilfegrenzen notwendig:
  • Schwellenwerte sollten technologieneutral bei 50 % für alle Technologien liegen.
  • Maximalbeihilfe sollte auf 500 Mio. EUR erhöht werden (statt 200 Mio. EUR).
  • Große Projekte (z. B. >1 Mrd. EUR Investitionen) brauchen angemessene Förderung.
  • Bei kombinierten Projekten (z. B. EE + Wasserstoff) sollten Kosten anteilig aufgeteilt und separat bewertet werden.

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