Presseinformation: DWV sieht Einführung einer Grüngasquote als möglichen Impuls für den Wasserstoffhochlauf
Berlin. 24. November 2025 | Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland kommt bislang nur schleppend voran. Zu komplexe Regulierungen, hohe Strompreise und ein Ausbleiben von verbindlichen Nachfrageimpulsen hemmen Investitionen in Produktion, Infrastruktur und Nutzung von Wasserstoff. Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) sieht in einer Grüngasquote ein Element, um diese Entwicklung zu beschleunigen – vorausgesetzt, sie wird richtig ausgestaltet und von weiteren Maßnahmen flankiert.
„Entscheidend ist ein ausgewogener Maßnahmenmix insgesamt. Wasserstoff muss günstiger werden, und er muss nachgefragt werden. Sie ist nur dann zielführend, wenn die Industrie trotz des Grüngaseinsatzes international konkurrenzfähige Energiekosten hat.“, so Friederike Lassen, Vorständin des DWV.
Die Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag auch die Einführung einer Grüngasquote als mögliches Instrument für den Wasserstoffhochlauf genannt. In seinem aktuellen Positionspapier „Den Business Case voranbringen: Die Rolle einer Grüngasquote für den Wasserstoffhochlauf“ legt der DWV konkrete Leitplanken für die Ausgestaltung einer solchen Quote vor:
- Grüngasquote mit Unterquoten für erneuerbaren und CO₂-armen Wasserstoff
- Parallele Senkung der Wasserstoffgestehungskosten, etwa durch Reform der Strombezugskriterien und Verlängerung der Netzentgeltbefreiungen
- Bilanzielle Handelbarkeit der Quoten über ein Book-&-Claim-System
- Wirksame Sanktionsmechanismen und verlässliche Zertifizierungssysteme
„Nur wenn regulatorische Rahmenbedingungen, Kostenreduktion und Nachfragepolitik zusammengedacht werden, kann Deutschland beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft vorangehen“, betont Bernd Pitschak, Vorstandsvorsitzender des DWV.
Das vollständige Positionspapier steht ab sofort hier auf unserer Website zum Download bereit.
Über den DWV
Seit über zwei Jahrzehnten steht der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) e.V. an der Spitze der Bemühungen um eine nachhaltige Transformation der Energieversorgung durch die Realisierung einer Wasserstoff-Marktwirtschaft. Mit einem starken Netzwerk von über 150 Institutionen und Unternehmen sowie mehr als 350 engagierten Einzelpersonen treibt der DWV die Entwicklung von Innovationen und Umsetzung von wirtschaftlichen Lösungen auf der gesamten Wertschöpfungskette voran. Durch die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien unterstreicht der DWV seinen Anspruch als bundesdeutscher Ansprechpartner. Er vertritt wirkungsvoll die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler und europäischer Ebene.
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