Presseinformation: Parlamentarischer Abend des DWV | Nachfrage schaffen, Tempo erhöhen: Wasserstoffwirtschaft bereit für den nächsten Schritt
Berlin, 27. November 2025 | Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) hat am Mittwoch, 26. November 2025, seinen Parlamentarischen Abend 2025 in der Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin ausgerichtet. Über 140 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft folgten der Einladung.
Nach den Begrüßungen durch Staatsrätin Liv Assmann und DWV-Präsidentin Silke Frank griff Dr. Bernd Pitschak, Vorstandsvorsitzender des DWV, in seinem Grußwort zentrale Aspekte der neuen Legislatur auf. Er betonte, dass Wasserstoff „die verbindende Infrastruktur der Energiewende“ ist und dass verlässliche Nachfrage, klare Leitmärkte und beschleunigte Verfahren nun entscheidend sind, um in die Marktreife zu kommen.
Silke Frank unterstrich zuvor die Rolle des DWV als „Brückenbauer und Taktgeber eines integrierten Energiesystems“ und hob hervor, dass kein einzelner Akteur den Hochlauf allein stemmen könne. Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ein konsistentes Marktdesign sind deshalb zentrale Voraussetzungen, um Investitionen abzusichern und Wertschöpfung dauerhaft in Deutschland zu halten. Zudem machte sie deutlich, dass Wasserstoff als industriepolitisches Kernprojekt verstanden werden müsse, weit über die Energiepolitik hinaus.
Anschließend fand eine breit besetzte Paneldiskussion unter der Moderation von Friederike Lassen, Vorständin des DWV, statt. Vertreter:innen aus Bundestag, Industrie und Mobilität beleuchteten unterschiedliche Perspektiven auf die Frage, wie Nachfrageimpulse, Offtake-Strukturen, Strompreismodelle und Genehmigungsverfahren so gestaltet werden können, dass Projekte schneller zur Umsetzung gelangen.
Zu den Panelgästen gehörten:
- Elisabeth Winkelmeier-Becker (Ausschuss für Wirtschaft und Energie CDU-Fraktion, MdB)
- Michael Kellner(Energiepolitischer Sprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, MdB)
- Dr. Alexandra von Bernstorff (Geschäftsführerin, Luxcara)
- Dr. Tobias Bischof-Niemz (Vorstand Internationales/Technik, ENERTRAG SE)
- Dr.-Ing. Alexander Redenius (Head of Department Efficiency of Ressources and Technology Development, Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH)
- Dr. Jürgen Guldner (General Program Manager Hydrogen, BMW AG)
Die Diskussionsbeiträge machten deutlich, dass verlässliche Nachfrageinstrumente, eine wirtschaftlich tragfähige Ausgestaltung der Abnahmeverträge, realistische Strompreismodelle sowie schnellerer Vollzug von Verfahren wesentliche Hebel für den Markthochlauf sind.
Der DWV wird den Dialog weiter aktiv begleiten und gemeinsam mit Politik und Wirtschaft daran arbeiten, die nächsten Schritte im Markthochlauf erfolgreich umzusetzen.
Fotos des Parlamentarischen Abends stehen hier auf der DWV-Website zur Verfügung.
Über den DWV
Seit über zwei Jahrzehnten steht der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) e.V. an der Spitze der Bemühungen um eine nachhaltige Transformation der Energieversorgung durch die Realisierung einer Wasserstoff-Marktwirtschaft. Mit einem starken Netzwerk von über 150 Institutionen und Unternehmen sowie mehr als 350 engagierten Einzelpersonen treibt der DWV die Entwicklung von Innovationen und Umsetzung von wirtschaftlichen Lösungen auf der gesamten Wertschöpfungskette voran. Durch die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien unterstreicht der DWV seinen Anspruch als bundesdeutscher Ansprechpartner. Er vertritt wirkungsvoll die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler und europäischer Ebene.
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