Presseinformation: Wasserstoff-Lieferverträge absichern – neues HySteel-Positionspapier veröffentlicht

Datum: 17.03.2025

Berlin, 17. März 2025 – Die Fachkommission HySteel des Deutschen Wasserstoff-Verbandes (DWV) hat heute gemeinsam mit der Wirtschaftsvereinigung Stahl das Positionspapier „Absicherung von Wasserstofflieferungen an die deutsche Industrie – Lösungsvorschläge zur finanziellen Absicherung“ veröffentlicht, das konkrete Lösungsvorschläge zur finanziellen Absicherung von Wasserstofflieferungen an die deutsche Industrie skizziert. Ohne stabile Wasserstofflieferungen steht der Markthochlauf und die Transformation der Stahlindustrie auf dem Spiel. Die Politik muss jetzt handeln!

Absicherung dringend erforderlich

Bereits ab 2026 werden erste deutsche Stahlunternehmen CO2-arm mit Wasserstoff produzieren. Doch viele Wasserstofflieferanten zögern, langfristige Verträge abzuschließen – zu hoch sind die finanziellen Risiken. Die Folge: Investitionen in große Elektrolyseanlagen bleiben aus, der Wasserstoffmarkt kommt ins Stocken. Wir zeigen auf, wie der Staat gezielt eingreifen kann, um Wasserstofflieferungen abzusichern und so den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und Europa zu unterstützen.

Die zentralen Forderungen des HySteel-Papiers:

  • Staatliche Absicherung für Wasserstofflieferverträge: z. B. durch Avalkredite oder eine Erweiterung des bestehenden Großbürgschaftsprogramms des Bundes.
  • Unterstützung der Infrastruktur durch langfristige Finanzierungs- und Absicherungsinstrumente – nicht nur für das Wasserstoff-Kernnetz, sondern auch für Speicher, Terminals und Cracker.
  • Verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen für Import, Transport und Nutzung von Wasserstoff.

Die Lösung: Ein zweistufiges Absicherungsmodell

Die Fachkommission empfiehlt ein kombiniertes Modell: Finanzielle Sicherheiten für Lieferverträge und eine koordinierte Infrastrukturabsicherung. Dabei könnte eine Erweiterung bestehender Marktinstrumente oder eine staatliche Bürgschaft für Avalkredite eine entscheidende Rolle spielen. Ziel ist es, Investitionen in die Wasserstoffproduktion und Infrastruktur zu beschleunigen und so die Transformation der Stahlindustrie voranzutreiben.

Fachliche Ansprechpartner zum Papier:

DWV: Clemens Orlishausen | orlishausen@dwv-info.de

WV Stahl: Malte Heimbächer | malte.heimbaecher@wvstahl.de

Pressekontakt DWV:

Anja Ritter | news@dwv-info.de

 

Über den DWV

Seit über zwei Jahrzehnten steht der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) e.V. an der Spitze der Bemühungen um eine nachhaltige Transformation der Energieversorgung durch die Realisierung einer Wasserstoff-Marktwirtschaft. Mit einem starken Netzwerk von über 160 Institutionen und Unternehmen sowie mehr als 400 engagierten Einzelpersonen treibt der DWV die Entwicklung von Innovationen und Umsetzung von wirtschaftlichen Lösungen auf der gesamten Wertschöpfungskette  voran. Durch die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien unterstreicht der DWV seinen Anspruch als bundesdeutscher Ansprechpartner. Er vertritt wirkungsvoll die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler und europäischer Ebene. 

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