Presseinformation: RED III-Vertagung eröffnet Spielraum für kluge Nachbesserungen

12.11.2025

Berlin, 12. November 2025 | Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) bewertet die kurzfristige Absetzung des Kabinettsbeschlusses zur nationalen Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie im Verkehrssektor und zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquoten-Quote als ernüchterndes Signal.

„Die Branche wartet dringend auf Planungssicherheit bezüglich der Wasserstoffnachfrage. Zugleich gilt: Ein unausgereifter Beschluss hätte womöglich mehr Schaden angerichtet als Nutzen gestiftet“, erklärt Friederike Lassen, DWV-Vorständin „Entscheidend ist nun, dass die Bundesregierung die Zeit nutzt, um die Regelungen so auszugestalten, dass sie Investitionen in Wasserstoff tatsächlich anreizen und nicht behindern.“

Die Branche brauche dringend Planungssicherheit für Projekte, die bereits in der Entwicklung oder kurz vor der Investitionsentscheidung stehen. „Unternehmen, die heute in Wasserstoffproduktion, Technologie, Infrastruktur und Mobilitätslösungen investieren, brauchen klare Leitplanken, nicht wechselnde Zielvorgaben“, so Lassen weiter.

Der DWV appelliert, den Gesetzentwurf zu nutzen, um eine substanzielle Nachfrage für die Verwendung von Wasserstoff im Raffineriesektor anzureizen und die Dekarbonisierung im Verkehrssektor voranzubringen. Gerade in Raffinerien ist eine hohe Zahlungsbereitschaft vorhanden und die Ersetzung von grauem, fossilem Wasserstoff in der Produktion besonders effektiv, wie auch der Energiewendemonitoring-Bericht der Bundesregierung konstatiert. THG-Quote und Wasserstoff-Mindestquote müssen so ausgestaltet werden, dass der Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff wirtschaftlich erfolgen kann.

„Deutschland hat die Chance, beim Markthochlauf von Wasserstofftechnologien Tempo zu machen“, ergänzt Dr. Bernd Pitschak, Vorstandsvorsitzender des DWV. „Dazu braucht es ein verlässliches regulatorisches Umfeld, das Investoren Vertrauen gibt und Innovationen ermöglicht. Aufgeschoben ist besser als schlecht beschlossen, aber es muss geliefert werden.“

Über den DWV

Seit über zwei Jahrzehnten steht der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) e.V. an der Spitze der Bemühungen um eine nachhaltige Transformation der Energieversorgung durch die Realisierung einer Wasserstoff-Marktwirtschaft. Mit einem starken Netzwerk von über 150 Institutionen und Unternehmen sowie mehr als 350 engagierten Einzelpersonen treibt der DWV die Entwicklung von Innovationen und Umsetzung von wirtschaftlichen Lösungen auf der gesamten Wertschöpfungskette voran. Durch die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien unterstreicht der DWV seinen Anspruch als bundesdeutscher Ansprechpartner. Er vertritt wirkungsvoll die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler und europäischer Ebene.

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