Pressestatement: DWV zu H2Global: Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde zeigen Bedarf der Nachjustierung auf

Datum: 11.07.2024

Das Bundeswirtschaftsministerium hat mit der Finanzierung von H2Global genau die richtigen Voraussetzungen für den Markthochlauf einer grünen Wasserstoffwirtschaft geschaffen. Der DWV ist daher enttäuscht über die Umsetzung des Konzeptes durch die H2Global Stiftung. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für den Import von grünen Wasserstoffprodukten spiegeln nicht das tatsächliche Marktinteresse wider. Lediglich ein Produzent hat einen Zuschlag erhalten. Damit können aktuell nur ca. 30 % des zur Verfügung stehenden Budgets platziert werden. Das zeigt, dass die in der Ausschreibung gestellten Anforderungen nicht den aktuellen Marktanforderungen gerecht geworden sind.

Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender des DWV, erklärt:

 

„Wir wissen, dass es in Deutschland, Europa und Global große Potenziale zur Produktion von grünem Wasserstoff und seiner Derivate gibt. Auch auf der Abnehmerseite gibt es große Bedarfe an grünem Wasserstoff, denn nur mit ihm wird die Transformation des Energiesystems gelingen. H2Global bietet die Chance, den Grundstein für den Hochlauf der  deutschen Wasserstoffindustrie zu legen. Dieser Chance ist die Ausschreibung leider nicht gerecht geworden.

 

Das Ausschreibungsergebnis macht deutlich, dass in zukünftigen Ausschreibungsrunden der Fokus auf Deutschland und Europa gelegt werden sollte. Denn nur so kann – ohne zusätzliche Kosten durch Umwandlung und Transport – grüner Wasserstoff gasförmig bereitgestellt werden, welcher für die Defossilisierung der deutschen Industrie notwendig ist. So könnte beispielsweise garantiert werden, dass rechtzeitig genügend grüner Wasserstoff für die deutschen Stahlwerke zur Verfügung steht.

 

Der aus dem Zuschlag abgeleitete Preis von weniger als 4,50 EUR pro kg zeigt, dass grüner Wasserstoff wettbewerbsfähig sein kann und damit einen wesentlichen wirtschaftlich tragfähigen Beitrag für ein versorgungssicheres, erneuerbares deutsches und europäisches Gesamtenergiesystem leisten kann.“

 

Über den DWV

Seit über zwei Jahrzehnten steht der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) e.V. an der Spitze der Bemühungen um eine nachhaltige Transformation der Energieversorgung durch die Förderung einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft. Mit einem starken Netzwerk von über 177 Institutionen und Unternehmen sowie mehr als 400 engagierten Einzelpersonen treibt der DWV die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen in den Bereichen Anlagenbau, Erzeugung und Transportinfrastruktur voran. Durch die Fokussierung auf die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für die Wasserstoffwirtschaft unterstreicht der DWV sein unermüdliches Engagement für eine zukunftsfähige, nachhaltige Energieversorgung und vertritt wirkungsvoll die Interessen seiner Mitglieder auf nationaler und europäischer Ebene.

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