DWV-Marktumfrage: 30 GW Elektrolyse-Lieferkapazität bis 2030 möglich

24.03.2022

Der DWV hat unter seinen Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt, um die potenziellen Lieferkapazitäten für Elektrolyseure zur grünen Wasserstoffproduktion bis 2030 zu ermitteln. Das Ergebnis ist: Bis 2030 ist eine maximale jährliche Lieferkapazität von fast 30 GW möglich.

Stark gestiegene Erdgaspreise bedingen aktuell ein mehr als konkurrenzfähiges Preisniveau von grünem Wasserstoff im Vergleich zum fossilen Pendant. Die Ergebnisse der Marktumfrage lassen hoffen, dass der Aufbau einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft, in Übereinstimmung mit den angestrebten Klimazielen 2030, gesichert erreicht werden kann. Die Voraussetzung ist, dass die Bundesregierung die für eine gesicherte Investition erforderlichen politischen Rahmenbedingungen setzt. Es gilt somit jetzt zu handeln, um die deutsche Energieversorgung mit grünem Wasserstoff zügig unabhängiger, versorgungssicherer und nachhaltiger zu gestalten.

Nach Angaben der Unternehmen ist in 2025 eine maximale Lieferkapazität von 16,25 GW pro Jahr möglich, bis 2030 sind es 27,8 GW. Diese Zahlen sind überaus positiv zu bewerten. Die Ampel-Koalition hat es sich zum Ziel gemacht, bis 2030 eine tatsächliche Elektrolysekapazität von 10 GW in Deutschland zu erreichen. Das Ergebnis der DWV-Marktumfrage zeigt, dass diese Annahme noch übertroffen werden kann. Die Produktion der Anlagen stellt kein Hemmnis für den zügigen Aufbau einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft dar.
Weitere Berechnungen des DWV ergeben in 2030 einen maximalen Jahresumsatz von 13,1 Mrd. Euro. Ca. 65.800 Arbeitsplätze können dadurch entstehen. Die kalkulatorisch berechnete maximale Wasserstoffproduktion könnte 2030 bei 72,3 TWh liegen.

Die folgenden Unternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt: 

  • ELOGEN GmbH 
  • ITM Power GmbH/Linde AG 
  • MAN Energy Solutions SE/H-TEC SYSTEMS GmbH 
  • McPhy Energy Deutschland GmbH 
  • Siemens Energy AG 
  • Sunfire GmbH
  • thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA

Schauen Sie sich hier die ausführliche Datenerhebung und die Berechnungen des DWV an.

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